02.12.2015 - 11:24 Uhr

Nachlese zur Frühschicht 15 am 10. November 2015 bei Schwepper Beschlag GmbH & Co


"Wie um alles in der Welt bringt man seine Belegschaft dazu, so diszipliniert mit der Digitalisierung im Betrieb umzugehen und aktiv alle Daten einzupflegen" fragte sich so manch einer, als uns der Geschäftsführer Marcus Schüssler live seine Verknüpfung von CRM und ERP System anhand seiner betrieblichen Abläufe erläuterte.

CRM (Customer Relationship Management) und ERP (Enterprise Resource Planning) sind Möglichkeiten, Prozesse und Abläufe im Betrieb digital abzubilden, um auf diesem Wege Beziehungen oder auch simpel das "Know How" im Betrieb zu halten und der Belegschaft verfügbar zu machen. Vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels, wie auch des Wissensverlustes durch Weggang von Mitarbeitern, können diese Systeme auf allen Ebenen ein wichtiges Werkzeug sein.

Herr Schüssler hat beide Systeme ausgebaut und eng verzahnt. Und es war notwendig (es ist ein kontinuierlicher Prozess), die Belegschaft zu einer lebendigen Nutzungskultur zu motivieren. Datensysteme leben nur, wenn die Menschen diese Daten eingeben und Pflegen.

Der Geschäftsführer erläuterte die Vorteile der systematischen Datenauswertung und -nutzung. So macht zum Beispiel das umfangreiche CRM System aus den eingetragenen Kontaktdaten von Lieferanten, Abnehmern, Interessenten u.ä. die Beziehungen nicht nur zwischen Ihm selbst und den anderen Akteuren sichtbar, sondern auch die Beziehungen der anderen Personen untereinander. Hieraus lassen sich unter anderem vertriebsrelevante Informationen ableiten. Ebenso lässt sich eine konsequente Angebotsverfolgung anlegen, die im Falle einer Ablehnung zwanghaft mit einem Grund versehen werden muss. Es ist manchmal schwierig diesen zu erkennen, jedoch lassen sich in Summe die Wahrscheinlichkeiten der das Ergebnis beeinflussbaren Faktoren erkennen. Und hieraus werden ebenfalls vertriebsrelevante Informationen sichtbar.

Im Weiteren werden in dem ERP System sämtliche Fertigungsprozesse digital erfasst und ermöglichen im Anschluss an den digitalisierten Auftrag einen individualisierten Fertigungsauftrag. Daten in Form von Stücklisten nebst Zeichnungen aus dem ERP System werden direkt in die Fertigung übertragen. Da in diesem System auch alle kalkulatorischen Maschinen- und Materialdaten erfasst sind, lässt sich neben der Angebotskalkulation auch eine Nachkalkulation sehr einfach erstellen.

Eins ist aber klar. Die digitalen Systeme sind Werkzeuge, die nur ihre Vorteile ausspielen, wenn Sie als Werkzeug konsequent genutzt werden. Wenn sie konstant an den Stand der Technologie angepasst werden und wenn Sie geschickt miteinander verzahnt werden. Und man muss sich klar sein, dass der Aufbau eines solchen Systems nie zu "einem Zeitpunkt" fertig ist, sondern als ein ständig begleitender Prozess gesehen wird. Es wird also nie fertig!

Herr Schüssler hat SuperOffice und Abas im Einsatz. Jedoch finden sich für diejenigen, die mit der Einführung solcher Systeme beginnen möchten auch günstige Lösungen wie www.3c-solutions.de/index.php/atlantis.html

Wir haben uns sehr gefreut, dass Herr Schüssler uns einen so tiefen Einblick in seinen Betrieb gewährt hat. Das ist sehr selten und wir sind sehr dankbar für diese Möglichkeit. Dass das Thema auf reges Interesse gestoßen ist, konnten wir auch daran sehen, dass praktisch kein Kaffee getrunken und kaum Brötchen gegessen wurde.

Achim Gilfert


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