08.07.2016 - 09:45 Uhr

Wertstofftransfer „Phosphat“ – JUBO Technologies GmbH und Hochschule Niederrhein nutzen Innovationsgutscheine für das Vorhaben


„Eigentlich kommt der Impuls aus dem Gedanken, Aluminiumhydroxid-Schlämme zu sammeln und den Wertstoff zu extrahieren“, sagt Achim Gilfert, Geschäftsführer des Kompetenznetzwerk für Oberflächentechnik e.V. „Recht schnell ging der Gedanke aber in die Richtung Phosphat, da dieser Rohstoff sehr teuer ist und die Einbindung in ein Kreislaufsystem deutliche Vorteile bringen kann.“ so Gilfert weiter.

Dem Problem angenommen hat sich ein Mitgliedsbetrieb des Kompetenznetzwerkes für Oberflächentechnik e.V.. JUBO Technologies aus Wuppertal möchte nun an der Hochschule Niederrhein ein Verfahren entwickeln, das die Phosphat-Rückstände zurückgewinnen und für die Industrie nutzbar machen soll. Am 30.6.2016 trafen sich die am Projekt teilnehmenden Vertreter zur Vertragsunterschrift an der Hochschule Niederrhein in Krefeld.  

„Das Verfahren wird bei uns am Fachbereich Maschinenbau und Verfahrenstechnik in verschiedene Teilaufgaben unterteilt. Geplant ist, dass Projektarbeiten von Studierenden oder auch Bachelor- und Masterarbeiten sich dem Thema widmen“, erklärt Angela Rheindorf, wissenschaftliche Mitarbeiterin und Projektleiterin am Fachbereich Maschinenbau und Verfahrenstechnik.

Der Kooperationsvertrag zwischen JUBO Technologies GmbH und der Hochschule Niederrhein ist auf ein halbes Jahr angesetzt. Beide Seiten sehen Potential für eine Verlängerung des Forschungsauftrags, da es in diesem Bereich noch keinerlei anwendbare Verfahren oder Forschungsbemühungen gibt. Das Projekt wird durch das Kompetenznetzwerks für Oberflächentechnik e.V. sowie unserem Partnernetzwerk netzwerkdraht e.V. unterstützt.

„Wir erhoffen uns von dem Verfahren einen Vorteil für alle Unternehmen, die etwas mit der Metall- und Oberflächenverarbeitung zu tun haben, da wir aus Abfall einen Wertstoff gewinnen. Neben dem wirtschaftlichen Gewinn leisten wir auch einen Anteil am Umweltschutz, da wir es möglich machen endliche Rohstoffe zu recyclen“, erläutert Dr. Ulrich Jüptner, Inhaber der JUBO Technologies GmbH.

Dem Fachbereich Maschinenbau und Verfahrenstechnik nutzt das Forschungsprojekt dazu, um die Hochschule Niederrhein weiter als zentrale Anlaufstelle für funktionale Oberflächenforschung zu etablieren. „Wir brauchen anwendungsnahe Probleme wie dieses, um uns in der Region bekannt zu machen. Außerdem bieten wir unseren Studierenden so eine praxisnahe Lehre“, erklärt Prof. Dr. Markus Lake, Leiter des Forschungsbereiches, in dem das Projekt bearbeitet wird.

Die Oberflächenforschung gehört neben der angewandten Gesundheits- und Ernährungsforschung, den IT- und Logistikkonzepten, innovativer Produkt- und Prozessentwicklung, der sozialen und ökonomischen Prozessentwicklung sowie der Forschung zur Energieeffizienz zu den Forschungsschwerpunkten der Hochschule Niederrhein.

Bild der Vertragsunterschrift (von links): Dr. Ulrich Jüptner (JUBO Technologies GmbH) und Prof. Dr. Markus Lake (Hochschule Niederrhein).

Gruppenbild: (von links): Stefan Szkudlapski (netzwerkdraht e.V.), Achim Gilfert (Kompetenznetzwerk für Oberflächentechnik e.V.), Dr. Ulrich Jüptner (JUBO Technologies GmbH), Angela Rheindorf, Frau Dr. Unterbeck, und Prof. Dr. Markus Lake (Hochschule Niederrhein)

Bildnachweis: Richard Hill, Hochschule Niederrhein


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